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     und Foto: Stefan Jahnke

 

Rezensionen - Stille

 

Es stand in der Sächsischen Zeitung (>>klick<< Artikel vom 24. September 2013 >>klick<<)

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Bewertung von Leon Krosser aus Senftenberg am 14. Juni 2010

ausgezeichnet (5 von 5 Sternen)

Der Friedhof. Ich habe lange auf diesen vierten Wirtschaftsthriller von Stefan Jahnke gewartet. Und ich bin immer wieder begeistert, wie er es versteht, dass, was er dann auf seinen nun schon magisch wirkenden 308 Seiten unterbringt, in einem Wort anzukündigen.
‚Stille'. Dach ‚Draußen', ‚Blut' und ‚Wasser', die sich um Kündigung, Familienverbrechen und Fluthilfebetrug drehten, ging es nun um die Stille, in der so viele Verbrechen geschehen können, weil es über einigen Institutionen selbst im doch so bürokratisch gestalteten Deutschland einfach keine oder zumindest keine ernst zu nehmenden Kontrollgremien gibt.
Ein Verbrechen, vor Jahrzehnten irgendwo in der schönen Lüneburger Heide begonnen, findet mitten in Dresden und auch noch zu Zeiten der Wirtschaftskrise ein überraschendes Ende. Der Humor, für den Jahnke oft in seinen Büchern rund um Reisen, Historie und Kriminalistik bekannt ist, der scheint ihm hier fast gänzlich verloren gegangen zu sein. Aber das bringt dem Werk keinen Abbruch, beflügelt es eher, denn es verdeutlicht die Ernsthaftigkeit, mit der Jahnke auch diesen Fall recherchiert und zu Papier gebracht hat.
Die Personen, ob nun auf der Seite der ‚Bösen' oder ‚Guten' zeichnet der Autor deutlich und mit all ihren Gefühlen… soweit sie gerade auf der dunklen Seite wirklich welche haben.
Deutlich kann man auch die Randbeteiligten, wie jenen Hundebesitzer und seine Frau im Waldpark, erkennen. Man sieht sie förmlich vor sich.
Das ist der zusätzliche Reiz zum eigentlichen Geschehen. Umgebung und Beteiligte leben. Nicht nur im Kopf des Autors, sondern auch in den Zeilen zwischen den dünnen Buchdeckeln.
Eigentlich wundere ich mich, dass man Jahnke diese sehr authentisch wirkende Geschichte veröffentlichen ließ und er, Gott lob, heute noch am Leben sein soll.
Lesenswert und spannend.

entnommen aus: www.buecher.de, Buchvorstellung

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«Wirtschaftsprüfung, Mord und Tod. Spannend und authentisch!»

Bewertung von Steffen John, Lichtenfels, vom 11. April 2010

ausgezeichnet (5 von 5 Sternen)

Na klar, im Osten gibt es sicher solche Fälle.
Meine Frau, eine gebürtige Lichtenfelserin, las nur den Buchrücken und schon hatte sie ihre Meinung gebildet. Ich zum Glück nicht. Vielleicht auch, weil ich, nach dem Zusammenbruch unseres kleinen Familienbetriebes im Erfurter Land, nach dem Frankenland ging und mich die Liebe hier auch hielt.
Vor Jahren musste ich, gerade so ähnlich, wie es Jahnke beschreibt, eine private Insolvenz durchstehen. Sechs Jahre gute Führung. Und alles nur, weil mir meine Hausbank aufgrund einer Fehlbuchung bei einem Verbraucherinformationsdienst keinen Kredit mehr für unseren Betrieb geben wollte. Was es für Interessen gab, das kann ich nicht sagen. Zum Teil, weil ich durch entsprechende Vereinbarungen zum Schweigen verpflichtet bin, zum anderen Teil jedoch auch, weil ich es nicht weiß.
Irgendwie glaube ich Jahnke in seinem Buch über die ‚Stille' in diesem Wohngebiet irgendwo in Dresden jedes Wort. Gut, ich habe nicht einen Moment über einen Suizid nachgedacht. Aber ich schätze mich auch selbst und persönlich als stark ein. Doch andere?
Der Kriminalfall, der von einem Mord zur allumfassenden Wirtschaftskriminalität führt, kann verrückter nicht sein. Und doch, wenn ich auf dem Marktplatz stehe und vom Rathaus zur Buchhandlung und zum alten Stadttor hinüber schaue, dann sehe ich dazwischen die Kirche. Ein Zufall? Nein, sie ist allgegenwärtig und doch auch gegen ihre eigenen und inneren Probleme nicht gewappnet. Wie denn dann gegen alles, was von außen auf sie einströmt?
Gelder, die zu waschen sind, über die Bank der Weltreligion schlechthin zu leiten, ist ein Schachzug, der hoffentlich nun nach der Veröffentlichung von Jahnkes Buch auch von den Behörden geprüft und beobachtet wird.
Ich empfehle die Lektüre ausdrücklich. Und der Leser sollte nicht zu sehr an Jahnkes Worten zweifeln. Ich freue mich nicht auf ein nächstes Buch von Jahnke. Eben wegen der Brisanz, die er selbst im Vorwort anspricht. Aber, und das sage ich ehrlich, ich werde auch das dann sicher förmlich verschlingen!

entnommen aus: www.thalia.de, Buchvorstellung

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«Der Friedhof erst ist still. Vorher müssen Gewinne gemacht werden.»

Bewertung von Mario Zimmermann, Glauchau, vom 11. März 2010

ausgezeichnet (5 von 5 Sternen)

Der Wessi. Für manchen von uns im Osten Geborenen schon durch die verschiedensten privaten Verquickungen der Inbegriff eines Feindes. Auch zwanzig Jahre nach der Wende. Vielleicht, weil wir im Osten nicht begreifen können und wollen, dass der Mensch ganz hinten steht und der Profit, dazu noch der eigene, der persönliche Gewinn, dass Einzige sind, was das persönliche Tun beeinflussen soll. Jahnke schreibt seit einigen Jahren in unregelmäßigen Abständen über brisante Fälle rund um seine Stadt. Ob es sich um eigene Erlebnisse handeln könnte, das bleibt weiter im Dunkeln. Zumindest steht jedoch fest, dass Jahnke nicht die üblichen Klischees bedient. Das hat er nicht nötig, denn seine Recherchen stellen ihn so sicher in den jeweiligen Fall, dass es dem Leser angst werden muss vor dem nächsten Bankbesuch oder auch einem Gespräch mit dem eigenen Chef über Zukunft und Gehalt. Ganz zu schweigen von jenen, die gezielt aus dem großen Heer der Arbeitslosen geholt werden, um sie dann noch zusätzlich verschuldet in den eigenen Ruin oder gar in den Tod zu treiben. Ich glaube ungesehen, dass es ähnliche Fälle wie den der Gaststätteninhaberin gibt, die erst ausgenutzt, dann fallen gelassen nur noch im Freitod eine Zukunft sah. Wobei natürlich auch dieses Mal offenbleibt, ob es nicht doch ein gezielter Mord sein könnte. Ich jedenfalls kam von diesem Buch nicht los. Erst saß ich vor dem Cover und sah etwas pikiert auf das Cover, auf dem ich ein paar Grabsteine im Schnee zu erkennen glaubte. Doch schon die ersten Zeilen belehrten mich, dass eben diese Stille, die auch die Aufmachung des Buches ausstrahlt, sehr laut im Hintergrund lärmt. Die Spannung und die plötzlichen Veränderungen zeichnen Jahnkes Schreibstil aus. Der hohe Preis des Buches sollte nicht abschrecken. Ich jedenfalls habe den Kauf nicht bereut.

entnommen aus: www.libri.de, Buchvorstellung

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«In der Wirtschaft zählen Gewinne und kein Leben!»

Bewertung von Harald Sommer "Der Neuleser", Meißen/Sachsen, vom 28. März 2010

ausgezeichnet (5 von 5 Sternen)

Woher nimmt der Mann seine Geschichten?
Ein auf doch recht verwunderliche Weise gefundener toter Manager ist zumindest in den Zeiten der allgemeinen Wirtschaftskrise nicht unbedingt ein Fall, der viel Spannung und Verwicklung vermuten lässt.
Firmen, die irgendwie zusammenarbeiten, sind auch nichts Besonderes. Und doch vermutet man nicht erst nach Stefan Jahnkes ,Blut' hinter allen Managementetagen zumindest einen etwas offeneren Umgang zur Gesetzlosigkeit.
Dass sich Jahnke jedoch wagt, offen Verbindungen zwischen der Schufa fast gleich zu setzenden Institutionen, die ja mit ihren Datensammeleien über unser aller Kreditwürdigkeit zumindest mitentscheiden, und eindeutig auf der anderen Seite des Rechts stehenden Unternehmern und Privatpersonen darzustellen, diese zusätzlich mit aktuell nachweisbaren Fällen in einem kleinen Wohngebiet mitten in Dresden zu verbinden und schließlich noch den Vatikan mit seiner doch sehr im Verschwiegenen arbeitenden Hausbank einzubinden, das zeugt von mehr als nur ein wenig Mut.
Glaube ich als Leser seinen Zeilen, die er perfekt auf den für seine im Eigenverlag herausgegebene Bücher typischen 308 Seiten unter einem schlichten Cover mit einem sehr still wirkenden Schnappschuss auf irgendeinem Friedhof herausgibt?
Nun, ich gebe es zu. Ich kenne Jahnke persönlich. Und ich hatte bisher schon einige Male die Möglichkeit, sein Recherchematerial selbst zu lesen. Aber ich möchte dem Leser von Jahnkes ,Stille' die Entscheidung über die Authentizität des Falles nicht abnehmen.
Ich jedenfalls bin begeistert von diesem vierten Wirtschaftsthriller des Dresdner Autors und bin schon auf einen nächsten Fall gespannt.

entnommen aus: www.amazon.de, Buchvorstellung

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